„Quo Vadis, 1.FC Köln“ – Fans, Stefan Ruthenbeck & Mitgliederräte diskutieren

Der komplette „Quo Vadis. 1. FC Köln Talk“ wurde vollständig hochgeladen. Also auch der bereits veröffentlichte reine Stefan Ruthenbeck-Teil (HIER) ist wieder integriert. Denn das war ja die eigentliche Intention, das dies als Gesamteinheit gesehen wird.

Ihr könnt euch dennoch durch eure Interessensteile aussuchen:

– Teil 1 – 0 bis 30.00 : Talk der Fanvertreter vor S. Ruthenbeck
– Teil 2 – 30:01 bis 1:13:45 Ruthenbeck nun in der Talkrunde
– Teil 3 – 1:13:45 bis Ende, Vereinspolitische Themen, vom Rückblick auf die Vorgänge Sommer 2017 bis Dezember, 100% FC, Stadionfrage usw. Hier diskutierte nicht nur die Fanrunde, die anwesenden Mitgliederräte beteiligten sich alle lebhaft, auch längerer Redeanteil Philipp Herpel (100% FC)

Man konnte sicher nicht allem gerecht werden, aber auch die Ansätze ergeben Einblicke und förden Diskussionen innerhalb eines Vereins.

Bei Minute 1:43:30 gab es aus technischen Gründen einen Kamerawechsel, der die Qualität ein wenig beeinflusste. Außerdem kann es sein, das ab und an ungewollte Schnitte auftauchen, diese waren aber nur für wenige Sekunden. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen setzte die Kamera halt ab und zu mal aus.

Advertisements

Update zum Talk-Abend – Quo Vadis, 1. FC Köln

Hier ein Update für den angekündigten Talk „Quo Vadis, 1. FC Köln“ (hier) am 29.3.2018 um 20 Uhr im Gaffel am Dom :

Der 1. FC Köln wird mit Stephan Ruthenbeck vor Ort vertreten sein. Der FC-Trainer wird sich die Fanrunde anhören und am Ende auch persönlich Stellung beziehen. Weiterhin haben sich aus dem Gremium des Mitgliederrates bereits fünf Personen zum Talk als Zuschauer angemeldet.

2014-10-20-Vogt-Bartels-Fröhlich-Wagner (12)Bezüglich der Auslastung des Raumes, ein paar Leute können sich HIER noch bis spätestens 17 Uhr anmelden.

Für diejenigen, die sich angemeldet haben noch die Info, das die Sitzplätze nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt …“ verteilt werden. Ausnahme sind vorgenannten FC-Teilnehmer, die aus Gründen des besseren Dialogs in die erste Reihe platziert werden sollen. Ab 19 Uhr sollte man langsam seine Plätze einnehmen.

Zur Erinnerung noch einmal die Teilnehmer der Fanclub- und Fanvertreter Talkrunde:

  • „Jetzt erst recht 2007“, ca. 240 Mitglieder, vertreten durch Norbert Nürnberg
  • „Rheinlandböcke Nievenheim“, ca. 220 Mitglieder
  • „Millennium Geißböcke“, 26 Mitglieder, vertreten durch Thomas Dürrenberg
  • „Nit schlechter wie die Anderlechter“, Fanclub von  Mitarbeitern des Europaparlaments in Brüssel, 65 Mitglieder, vertreten durch Ralf Capito
  • und mit Frank Hauser tritt der Vertreter des meinungsstarken FC-Forums (effzeh-forum.de ) an.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, das dies eine privat organsierte, nicht medial oder sponsorentechnisch beeinflusste oder unterstützte Talkrunden-Veranstaltung ist. In vielerlei Hinsicht ist dies quasi ein Experiment. Daher wird um Verständnis gebeten, wenn nicht alles glatt und routiniert ablaufen sollte. Aber innerhalb der FC-Familie ist dieses Verständnis wohl eh selbstverständlich.

Für diejenigen, die nicht dabei sein können, bereits am Folgetag planen wir, das Video zum Abend hier auf dieser Website zu veröffentlichen.

Das umgekehrte Talk-Prinzip – „Quo Vadis, 1. FC Köln?“

gad_anfahrt_teaser_471Am Donnerstag, den 29.3.2018 um 20 Uhr wird  im ersten Stock des „Gaffel am Dom“ ein etwas anderer Talk unter dem Motto „Quo Vadis, 1. FC Köln?“ durchgeführt. Entgegen der „üblichen Vorgehensweise“ wird es einen reinen, echten Fan Talk mit der Basis des 1. FC Köln schlechthin geben. Fanvertreter von großen und mittelgroßen Fanclubs werden vor Ort sein, um ihre Meinungen ungefiltert und direkt an die Adresse des Vereins zu platzieren. Der 1. FC Köln wurde bereits informiert und ebenso zum Talk geladen.

Die  Talkrunde soll zunächst rein für sich über den Status Quo des FC diskutieren, dies soll auch über die Spieltags Aktualität hinausgehen und so ziemlich alle heiß diskutierten Themen im Fanumfeld betreffen. Dem 1. FC Köln wird die Möglichkeit geboten, diese Runde vor Ort mit zu verfolgen und kann auch via Moderation eingebunden werden, falls es notwendig erscheint. Spätestens im letzten Drittel des Talks könnte auch ein FC-Vertreter die Runde bereichern und Stellung nehmen, sofern vom Verein gewünscht.

Teilnehmer in der Runde sind je ein Vertreter von folgenden Fanclubs:

  • Jetzt erst recht 2007, ca. 240 Mitglieder, vertreten durch Norbert Nürnberg
  • Rheinlandböcke Nievenheim, ca. 220 Mitglieder
  • Millennium Geißböcke, 26 Mitglieder, vertreten durch Stephan Fett
  • Nit schlechter wie die Anderlechter, Fanclub von  Mitarbeitern des Europaparlaments in Brüssel, 65 Mitglieder, vertreten durch Ralf Capito
  • und mit Frank Hauser tritt der Vertreter des meinungsstarken FC-Forums (effzeh-forum.de ) an.

Es soll eben alles ein wenig anders laufen als üblich, der Fan soll im Vordergrund und auf der Bühne stehen, der Verein soll zunächst „nur“ zuhören. Das bekannte Talk-Prinzip soll also umgekehrt werden, denn im Normalfall reden nur die bekannten Persönlichkeiten und der Fan hört zu. Dies einmal umgekehrt umzusetzen, kann für alle Beteiligten interessant sein und neue Blickwinkel auf Diskussionen ermöglichen.

2015-4-22-Wehrle-Höhner-Dünwald-Wagner (99c)-crop

FC-Talk „Wiedervereinigung“ im Gaffel am Dom, Ralf Friedrichs & Thomas Wagner

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Ralf Friedrichs (vormals FC-Stammtisch Talk & Heimspiel Fußball Talk), der neutrale TV-Journalist Thomas Wagner (RTL) wird ebenfalls moderieren, evtl. wird er im Saal Stimmungen und Fragen aufnehmen, auch die von evtl. vor Ort befindlichen Vertretern des 1. FC Köln. Der Talk wird mit der Kamera begleitet, eine Zusammenfassung wird tags darauf veröffentlicht.

Gerne können Fans als Zuschauer an diesem Abend teilnehmen und die Diskussion verfolgen. Bitte HIER namentlich anmelden und die Anzahl der teilnehmenden Personen angeben. 

Herausstellen möchte ich noch, das diese keine Wiederaufnahme des FC-Stammtisch Talks ist, sondern ein für sich alleine stehendes Talk-Event. Ein Turnus ist derzeit nicht geplant.

SCHAFFT DEN VIDEOBEWEIS AB

„Nach einer Nacht drüber schlafen, sieht immer vieles anderes aus.“ Den Tipp hat sicher jeder schon in früher Kindheit oder Jugend von seinen Eltern auf den Weg mitbekommen. Nach den gestrigen Ereignissen rund um das Spiel unseres 1. FC Köln gegen Hannover 96 haben sich einige Dinge über Nacht tatsächlich relativiert, aber nun mal nicht alle. Ich fasse mal meine Erkenntnisse zusammen:

 

  • Meine Zweifel, ob es überhaupt Abseits gewesen ist, wurden wohl widerlegt. Selbst wenn der Pass auf Risse vielleicht einen Tick zu spät angehalten wurde, um die Linie für die TV-Anstalten zu ziehen, dann ist Risse immer noch ganz leicht mit dem Fuß im Abseits. Allerdings ist diese Linie der TV-Anbieter meines Wissens nach nicht kalibriert, sonst würde der Videoschiedsrichter ja immer eingreifen. Wie dem auch sei, es war wohl in der Tat Abseits. Jetzt könnte man sagen, die Gerechtigkeit hat gesiegt, oder?
  • Das ist die KERNFRAGE: Wenn es gerecht zugehen soll, dann hätten auch die beiden Situationen zuvor, als FC-Spieler frei auf´s Tor zuliefen und fälschlicherweise zurückgepfiffen wurden, sanktioniert werden müssen. Vergleichen wir das mal damit, wenn ein gegnerischer Spieler den frei aufs Tor zulaufenden Stürmer umnietet. Was passiert dann? Glatt Rot wegen Verhinderung einer klaren Torchance. Umkehrschluss: Will man die totale Gerechtigkeit wirklich umsetzen, dann müssten diese Szenen mit einer Art Penalty wiederholt werden (aber will das jemand?). Hier wurden dem FC gestern zwei hundertprozentige Torchancen genommen. So viel zum Thema Gerechtigkeit in diesem Spiel.
  • Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die zuletzt gegebenen Tore (gerade von Konkurrenten), die ebenso nachweisbar per TV Abseits waren, dann auch nicht hätten zählen dürfen. Man kann sich jetzt natürlich winden und sagen, Risses Abseits war eindeutiger … aber m.E. sind das Ausflüchte, um das Schiedsrichterwesen zu schützen und um vom erneuten Versagen des Videobeweises abzulenken.
  • Für mich steht nach langem Nachdenken über den Videobeweis, den ich zunächst befürwortet habe, mittlerweile fest, dass dieses Sache in dieser Form ganz schnell abgeschafft gehört. Klar, einige Male wurde Gerechtigkeit hergestellt. Doch zu welchem Preis? Wie oft wurde der Videobeweis falsch ausgelegt (beim FC wissen wir ein Lied davon zu singen)? Wie oft wurden Emotionsausbrüche wie gestern abgewürgt? Wie oft wurde ein Spiel langatmig unterbrochen und im Stadion wusste keiner warum?

 

Mein persönliches Fazit: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Mir ist klar, das DFL und DFB die Statistiken so auslegen, als wäre die Sache ein Riesenerfolg. Doch wer im Stadion war oder die Spiele im TV gesehen hat, kennt die Wahrheit. Dieser Videobeweis ist eine Farce und gehört abgeschafft. Er tötet Stadion-Emotionen, wird oft fehlerhaft angewandt und entscheidet damit Saisonverläufe mit. Dann können wir auch mit der alten Lösung leben. Die war auch nie gerecht, hat uns Fußballfans aller Vereine aber unsere Emotionen gelassen. Was wir jetzt haben, ist eine Vergewaltigung des Fußballsports.

 

Weg damit!

 

PS: Ja, ich bin Fan des 1.FC Köln und bin somit temporär „betroffen“. Doch der Videobeweis wird grundsätzlich nicht sinnvoller, wenn auch mein Verein davon einmal profitiert. Sollte das demnächst wieder so kommen, werde ich es hinnehmen und es ein Stück weit als kleine Wiedergutmachung ansehen. Dennoch fordere ich weiterhin die Abschaffung. Und, … liebe Fans der anderen Vereine, die uns FC-Fans jetzt „Heulerei“ unterstellen: Schon nächste Woche könnt ihr betroffen sein.

70 Jahre 1.FC Köln

Geboren aus zwei Traditionsvereinen (KBC 1901 & Spgg. Sülz 1907) um selbst einer der größten Traditionsvereine des Landes zu werden. Am 13. Februar 1948 entstand aus den genannten Vorgängervereinen der 1. FC Köln, dessen Wurzeln also deutlich älter sind, als „nur“ 70 Jahre (manche Unwissende behaupten das ja). Was der #effzeh aber in diesen 70 Jahren bot, war aller Ehren wert. Aus dem „Emporkömmling“ wurde schnell der beste Verein Kölns, dann der beste Vereins des Westens um schließlich 1962 der beste Verein Deutschlands zu werden. Das Besondere: Die Feier zu diesem 1. Titel sieht man im Video, bisher unveröffentlichte Aufnahmen der Edition Steffan.

 

 

Die Bundesliga wurde eingeführt, der 1. FC Köln wurde ihr erster Meister. Wie sagt FC-Legende Wolfgang „Bulle“ Weber so schön? „Die Bayern können noch 50x Meister werden, der erste Meister der Bundesliga wird immer 1. FC Köln heißen.“ Der FC blieb in der Folge Spitze, qualifiziert sich wie selbstverständlich für die europäischen Wettbewerbe, die leider zu dieser Zeit finanziell bei weitem nicht so lukrativ waren, wie sie es heute sind.

1978 folgte dann der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft von Trainer Hennes Weisweiler um Double-Kapitän Heinz Flohe, Torjäger Dieter Müller und Torwart Toni Schumacher holt als eine von nur wenigen Vereinen das begehrte Double. Meisterschale und DFB-Pokal wandern innerhalb nur weniger Tage in Köln. Unvergessen!

Große Spiele und unvergessene Schlachten lieferte der FC, der ganz große Erfolg blieb auf der europäischen Ebene jedoch aus, 1986 reichte ein 2:0 Sieg über Real Madrid im zweiten UEFA-Cup Endspiel nicht aus, um die Hypothek der Hinspielniederlage auszugleichen.

Insgesamt drei Meisterschaften und vier Pokalsiege feiert der 1. FC Köln, ehe es in den 90ern sportlich bergab ging. 1998 dann der erste Abstieg, zu viele weitere sollten folgen.

Doch der FC wurde durch seine Abstiege noch größer als er es zuvor jemals war. Die Fans laufen dem FC die Bude ein und der Kult um einen der leidenschaftlichsten Vereine auf diesem Planeten nimmt einfach kein Ende. Egal, welche Spieler, Präsidenten, Trainer oder Manager gerade das Sagen haben. Der Verein bleibt ! In jeder Liga! Eine Konstante im Leben aller FC-Fans!

So ist es und so bleibt es. Alles Gute zum 70. Geburtstag, 1.FC Köln

Aussage bzgl. Wiederaufnahme des FC-Stammtisch Talk

CIMG3356-c

Nicht mehr die „Klappe halten“ … sondern weitermachen, sagen einige

Wer hätte das, was sich ab Ende Mai 2017 bis Anfang Dezember 2017, alles rund um unseren FC ereignete für möglich gehalten? Wahrscheinlich niemand, auch ich werde von den Ereignissen rund um den 1. FC Köln Woche für Woche aufs Neue überrascht und oftmals auch geschockt. Damit ist nicht nur die sportliche Situation gemeint, sondern auch die Vereinspolitik seit Beginn dieser Saison 2017/2018.

Viele FC-Fans sehen Gesprächsbedarf und sind der Meinung, dass der FC-Stammtisch Talk als Diskussionsplattform seine Arbeit wieder aufnehmen soll. Dies wird mir, mehr oder weniger fast täglich, auf mehreren Kanälen immer wieder angeraten. Die schon seit vielen Wochen aufkommenden Fragen, ob ich den Talk in dieser Krisenzeit wieder aufnehme, weil auch die Fans vermehrten Redebedarf haben, häufen sich derart, dass ich nun auch allgemein dazu Stellung nehmen möchte. Manche formulieren auch im Scherz (hoffe ich …), das der Talk nun wieder gemacht werden müsse, schließlich behandelte der letzte FC-Stammtisch Talk am 22.5.2017 auch den bis heute letzten FC-Bundesligasieg!

Das Original ist nicht vergessen

Zunächst einmal ist es natürlich schön, dass das Format nicht vergessen ist und das man sich auch daran zurückerinnert, das es sich dabei um eine konstruktiv-kritische, aber natürlich durch die Fanbasis gelebte, vereinsliebende Plattform gehandelt hat, die den Dialog zwischen Verein, Fans und Medien fördern wollte und dies wohl auch tat. Schließlich entstand der Talk einer Zeit (März 2009), als genau dieser Dialog kaum geführt wurde. Es gab damals weder vom FC angebotene Mitglieder-Stammtische, noch andere Formate, die fanbasiert über die aktuellen Ereignisse redeten. Kurz gesagt, wir waren Vorreiter, quasi der „Original-Stammtisch“.

Der 1. FC Köln hatte sich anfangs des Dialogs verweigert, sich anschließend temporär besinnt um dann unter der neuen, auch heute noch agierenden Führung, sich regelmäßig durch Spieler und Offizielle am Dialog zu beteiligen. Bis zum Ende der Saison 2015/2016 war mehr oder weniger regelmäßig der 1. FC Köln durch Talkteilnehmer vertreten, auch wenn die Intensität in der ersten Bundesliga (ab 2015 etwa) mehr und mehr heruntergefahren wurde.

FC-Rückzug aus dem Format war Hauptgrund für das Ende

Zur Saison 2016/2017 beendete der FC dann endgültig die Zusammenarbeit, was die Spieler des Vereins anging. Mitarbeiter der Geschäftsstelle – über die wir uns auch freuten, aber Fans sehen gerne Spieler – nahmen allerdings ab und zu am Talk rund um den besten Verein der Welt teil. Ansonsten aber zog sich der FC aus dem Format zurück, offiziell weil zahlende FC-Partner/Sponsoren bevorzugt werden mussten, aber spürbar auch, weil vermutlich die Inhalte nicht immer dem entsprachen, was sich der Verein wünscht. Dass im Gegenzug die vereinseigenen, weniger kritisch hinterfragenden Formate gestärkt wurden, versteht sich von selbst.

Dem FC-Stammtisch Talk wurde damit eine wichtig gewordene Grundlage entzogen. Schließlich waren die häufigen Besuche der FC-Spieler oder der ersten Reihe der Offiziellen wie Trainer, Präsidium und Management für die Fans quasi „Normalität“ geworden. Auch wenn die Meinungen von Ex-Spielern oder Medienexperten geschätzt wurden, mit denen der Talk dann weiter fortgesetzt wurde, es war abzusehen, dass es so langfristig nicht weiter umsetzbar war. Dazu kam der Fakt, das wohl auch aus vorgenanntem Grund, das Medieninteresse erlahmte. Dem Kölner EXPRESS war die letzte Ausgabe am 22.5.2017 –  trotz seines Status als Medienpartner des Talks – noch nicht einmal einen Bericht wert! Das war sehr schade, auch für die anderen Stammtisch-Partner, wie vor allem die „Kölsch-Kultur“, aber auch „Lömmelömm“ und auch „Gaffel“, die mit dafür sorgten, das die letzte Stammtisch-Saison überhaupt abgeschlossen werden konnte.

Niemand will „draufzahlen“

Gerade die letzte FC-Stammtisch Talk Saison war also von der Durchführung her extrem schwierig und finanziell extrem belastend, da der enorm hohe Aufwand pro Talkrunde wirtschaftlich nicht aufgefangen wurde. Im Klartext, es wurde trotz der vorgenannten, engagierten Partner definitiv „draufgezahlt“ und das leider auch nicht nur ein bisschen!

Somit beantwortet sich die Frage nach einer Wiederaufnahme des Talks – Stand heute – von selbst. So lange es keine sichere Finanzierung gibt, wird es keinen FC-Stammtisch Talk mehr geben. Dies zumal ich persönlich nicht mehr aktiv auf die Suche nach Partnern gehen werde. Zu oft wurde mir in den letzten Jahren bereits ein Finanzierungskonzept in Aussicht gestellt, doch wenn es konkret wurde und finanzielle Aufwendungen ins Spiel kamen, folgte dann oft der Rückzug des potenziellen Partners. Auch hier der Klartext meinerseits: Jeder will den Stammtisch haben, aber keiner will adäquat dafür etwas bezahlen.

Aktuell keine Wiederaufnahme des Talks, es sei denn …

Es gab und gibt natürlich auch persönliche Gründe für meinen Rückzug, denn wie damals auch verkündet, war ich nach über acht Jahren auch der Meinung, dass es bezüglich Talk nun einfach einmal gut sein muss. Dieser Meinung bin ich grundsätzlich noch heute, auch wenn ich natürlich mit großer Freude ab und zu noch Talks für diverse Fanclubs leite.

Aber: Sollte es „irgendwo da draußen“ Leute geben, die es wirklich ernst meinen und bereit sind, ein langfristiges, finanziell tragfähiges Konzept gemeinsam mit mir aufzubauen, welches eine solide Basis für eine Fortsetzung des FC-Stammtisch Talks bildet … dann würde auch die Motivation wieder vollends da sein und daher bin ich immer für Gespräche offen.

Allerdings auch wirklich nur dann, denn so sehr ich den FC liebe, draufzahlen möchte ich nicht mehr!

Sollte dies aber nicht der Fall sein, ist das auch in Ordnung, denn mein Wohlergehen hängt davon nicht ab. Ich hatte bereits acht, insgesamt gesehen wundervolle Stammtisch-Jahre, die mir nicht mehr genommen werden können. Eine Fortsetzung auf solidem Fundament wäre sehr schön, aber für mich nicht zwingend notwendig.

Man kann sich dann immerhin an meinen ab und zu erscheinenden Kommentaren zum 1. FC Köln auf effzeh.com, meiner Facebook-Seite oder hier auf diesem Blog erfreuen oder sich darüber ärgern.

Ich hoffe, mit diesem Statement für etwas Klarheit in dieser Angelegenheit gesorgt zu haben.

Euer Ralf Friedrichs

PS: Come on, FC! Jetzt erst Recht!

Zum Abschied für Hans Schäfer

Zum Abschied für Hans Schäfer

2014-5-31-Treff der Weltmeister (83)-crop2

Hans Schäfer (2014)

Die Nachrufe auf dich kommen nun, lieber Hans Schäfer. Sie zählen in den meisten Fällen deine Erfolge auf, ein paar Anekdoten, Promis kondolieren, Ende. So ist es nun einmal, auch wenn die Trauer der meisten natürlich ehrlich ist.

Denn die Menschen haben euch bewundert und geliebt, insbesondere die Generation, die das Finale von Bern im Jahr 1954 miterlebt hat. Die in ihren teilweise noch zerbombten Städten und Dörfern am Radio mitgefiebert haben, als ihr elf ganz normale junge Männer auf dem nassen Rasen des Berner Wankdorfstadion ein Fußballwunder geschaffen habt. Die als unbesiegbar geltenden Ungarn habt ihr mit 3:2 besiegt. Jeder weiß das.

Ihr wolltet letztlich nur ein Fußballspiel gewinnen, gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner mit Weltklassespielern, bei denen schon der Klang der ausgesprochenen Namen Ehrfurcht gebot: Puszkas, Hidegkuti, Kocsis, Czibor und wie sie alle hießen.

Ihr wolltet ein Fußballspiel gewinnen … und habt eine Nation geboren

… und ihr habt tatsächlich dieses Spiel gewonnen und dabei – sicher ungewollt und unbeabsichtigt – eine Nation geboren! Das „Wunder von Bern“ löst heute noch bei so gut wie jedem Gänsehaut aus, man braucht nur die Stimme Herbert Zimmermanns zu hören – der ja so wunderbar berichtete, wie du Boszik den Ball abgeluchst hast, um dann nach innen zu flanken – dann hat man die schwarz/weiss Bilder wieder vor Augen. Obwohl ich erst 10 Jahre später auf die Welt kam, ist mir jedes Wort der Radio-Reportage ein Begriff und die Mannschaftsaufstellung kann ich heute noch im Schlaf runterbeten. Vielen geht das so!

Und du warst dabei, ene kölsche Jung vom FC! Darauf war ich immer stolz und bin es bis heute.

Nur kurz nachdem die Nachricht über deinen Tod kam, meldete sich mein Vater. Er hat die Radioübertragung aus Bern als 14-jähriger gehört. Im Waisenhaus, denn er wuchs kriegsbedingt ohne Eltern auf. Wir haben uns über dich unterhalten und mein Vater erzählte mir erneut von deiner Spielweise, die ich leider nie richtig in Augenschein habe nehmen können. Dafür muss man mehr sehen, als ein paar Filmausschnitte. Aber dennoch kann ich mir eine Vorstellung machen, wie du gespielt hast, mein Vater hat es einfach gut beschrieben, denn er hat dich immer genau beim FC beobachtet. Du warst schließlich sein Idol, sein Held.

Nicht ohne Grund, denn hast du ja auch den 1. FC Köln groß gemacht. Zweimal konntest du als Kapitän die Meisterschale entgegennehmen. Große Triumphe,  ohne Frage. Wir als FC-Fans sind sehr stolz darauf.

Der „Urknall“ des deutschen Fußballs

Aber dennoch, Bern stand noch einmal für etwas ganz Besonderes. Es war der „Urknall“ des deutschen Fußballs. Ich bin ganz sicher, hättet ihr diesen ersten Titel nicht geholt, der deutsche Fußball hätte eine andere Entwicklung genommen. Beweisen kann man das nicht, aber man hat es im Gefühl, man schaue nur was aus dem ungarischen Fußball wurde.

Persönlich habe ich dich nicht richtig kennenlernen dürfen. 1997 haben wir aber einmal gemeinsam eine Hochzeit bei gemeinsamen Bekannten gefeiert. Dabei durfte ich einige Male mit dir anstoßen. Mit lecker Kölsch, mit was denn sonst? Wir haben uns gut verstanden,  vielleicht auch weil Fußball an diesem Abend keine Rolle spielte, sondern eine wirklich gelungene und sehr gesellige und launige Feier. Dich auf den FC oder Bern anzusprechen, bei so einem privaten Termin, hätte ich unrichtig gefunden. Aber diese Erinnerung an den Abend wird unauslöschbar sein, auch wenn es keine gemeinsamen Fotos gibt (auch das hätte ich als unpassend empfunden).

Legenden sterben nie

Nun bist du nicht mehr unter uns, aber natürlich irgendwie doch. Denn Legenden sterben nicht, sie leben ewig. Und du bist eine Legende! Eine, die hoffentlich bald neben dem anderen Meisterschaftskapitän des FC – Heinz Flohe – ihr eigenes Denkmal erhalten wird. So oder so. Legenden bleiben. Für immer!

Ruhe in Frieden, Hans Schäfer